
Bereits im Mai diesen Jahres war ich mit meinem großen Kind im Karl-May-Museum in Radebeul. Da er sehr auf Indianer steht, hat er sich es nicht nehmen lassen, den Besuch zünftig ausstaffiert im Indianderkostüm anzutreten.
was gibt es zu sehen
Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen Grundstück des Schriftstellers Karl May und besteht aus zwei Teilen. Im vorderen Teil, dem ehemaligen Wohnhaus der “Villa Shatterhand“ befindet sich eine Ausstellung über das Leben und Arbeiten des Schriftstellers. Es gibt ein vollständiges Arbeitszimmer und die Bibliothek zu besichtigen, außerdem sind hier die drei berühmten Gewehre Henrystutzen, Bärentöter und Silberbüchse ausgestellt. Hier ist auch ein kleiner Laden in dem Souvenire und Bücher zu erwerben sind.
Im hinteren Gartenteil befindet sich die “Villa Bärenfett“, ein im Blockhausstil errichtetes Gebäude, in dem die größte völkerkundliche Sammlung zu den Indianern Nordamerikas außerhalb von Amerika zu sehen ist. Es gibt lebensgroße Figuren, die die typischen Kleidungstücke, Waffen und Ausrüstungsgegenstände tragen. So erfährt man auch, wie Kinder transportiert worden sind, was die Kinder für Spielzeug hatten und welche Rolle die Familie gespielt hat. Weiterhin gibt es Informationen über Lebensweisen und eine ausführliche Darstellung der Schlacht am Little-Bighorn, die der letzte große Sieg der dortigen Indianerstämme war und gleichzeitig deren Untergang besiegelt hatte.
Im Garten zwischen den beiden Häusern gibt es zahlreiche Skulpturen, Totempfähle und überlegensgroße Figuren. Zu unserem Besuch waren außerdem zwei richtige Tipis aufgebaut. Ein Tipi wurde von einem (fast echten) Indianer bewohnt, der in seinem Zelt Gäste empfing, Waffen und Bräuche erklärte, sowie die Gelegenheit anbot, unter Anleitung mit einem echten Bogen Pfeile zu verschießen – gar nicht so einfach. Mein Kind hat sich erst nicht getraut, aber war dann um so begeisterter. (Danke für die Erlaubnis, das Foto hier zu verwenden!)
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