Sunday, 21. February 2010
Über den 24-Stunden-Kinderschutznotruf (03 51) 2 75 40 04 und die E-Mail-Adresse kinderschutz@dresden.de können Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Institutionen oder aber auch Kinder und Jugendliche selbst rund um die Uhr mit dem Kinder- und Jugendnotdienst des Jugendamtes, Rudolf-Bergander-Ring 43, in Kontakt treten.
[...] Der seit zwei Jahren bestehende Kinderschutznotruf ist fester Bestandteil eines komplexen Systems der Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien in der Landeshauptstadt Dresden. Zentrale Schnittstelle dieses Systems ist der Soziale Jugenddienst des Jugendamtes, der außerdem mit sechs Teams in den Stadtteilen Plauen/Altstadt, Neustadt/Klotzsche, Pieschen, Blasewitz/Loschwitz, Prohlis/Leuben und Cotta sozialraumbezogen tätig ist. Sowohl über den zentralen Kinderschutznotruf als auch direkt bei den sechs Stadtteilsozialdiensten gibt es Hilfe, nicht nur wenn Kinder vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht werden, sondern auch wenn Beratung und Unterstützung bei Erziehungsfragen, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten oder bei sozialen Problemen gefragt oder aber die Vermittlung von Erziehungshilfen nötig ist.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Dresden
“Sowohl über den zentralen Kinderschutznotruf als auch direkt bei den sechs Stadtteilsozialdiensten gibt es Hilfe, ... wenn Kinder vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht werden”
Wie soll das eigentlich funktionieren? .. über Denunzianten, aäh aufmerksame Nachbarn..?
Nein! Wir kontaktieren den Kinderschutznotruf ‘selbst’ bei Beratung und Unterstützung bei Erziehungsfragen [bzgl. unserer Kinder], Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten, bei sozialen Problemen oder wenn wir die Vermittlung von Erziehungshilfen benötigen .. was denn sonst?
Wer zweifelt an den guten Intentionen dieses Angebots? Ich nicht! Aber dann bitte auch konsequent weiterführen:
- Genprofile von Schulkindern zur Prävention (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27515/1.html)
@Bernd: /Sarkasmus aus.
Also ich habe durchaus überlegt, ob ich die Presseerklärung veröffentlichen soll, allerdings nicht aus den von Dir genannten Gründen.
Ich denke, wenn auch nur ein einziges Kind zuerst die genannte Nummer anruft und um Hilfe ruft, bevor es seine Verzweiflung gegen sich selbst richtet, wäre das ein Erfolg.
Grundsätzlich kann ich Dein Misstrauen gegenüber immer mehr präventiver Überwachung nachvollziehen. Auch mich erfüllen die Entwicklungen der letzten Zeit mit Sorge. Eine Förderung von Denunziation und mehr Überwachung kann ich aus dieser Pressemitteilung aber nicht heraus lesen.