
Aktueller Hinweis: Achtung, am 7.8.2010 wurde die Edmundsklamm durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen und ist wohl derzeit nicht passierbar!
Zu allem Unglück ist nun noch die Straße nach Hrensko gesperrt. Soweit ich weiß, ist aber die Anreise per Bahn weiterhin möglich.
Auf zum wildromantischen Bootsabenteuer!
Die Edmundsklamm ist neben dem Prebischtor eins der touristischen Highlights im böhmischen Teil des Nationalparks, gleich hinter der deutsch-tschechischen Grenze. Ich möchte unseren Besuch am letzten Wochenende zum Anlass nehmen, heute darüber zu berichten.
Die Edmundsklamm ist ein sehr schmales Tal, welches zur Zeit der Spätromantik gezielt als Ausflugsziel touristisch erschlossen wurde. Bezahlt hat die Erschließung Fürst Edmund (1813 – 1894), der Besitzer des hiesigen Gebietes, daher auch der Name.
Die bei der Erschließung angelegten Wege sind teilweise gallerieartig in den Felsen gehauen, es gibt sogar einige Tunnel. Das Highlight ist schließlich ein mittels Wehr angestauter Stausee, welcher nur per Boot überquert werden kann. Gegen eine Gebühr von 70 Kronen, ca. 3 Euro pro Person , bzw. 30 Kronen, ca. 1,50 Euro für Kinder, wird man von einem Bootsmann in ca. 20 min durch das enge Tal gestakt – wie in Venedig. Dabei erzählt dieser einige interessante Dinge und nennt die Namen von vielen Felsformationen. Es gab auch einen künstlichen Wasserfall zu sehen und sogar eine Darbietung mit der Mundharmonika zu hören.
Am Ende der Bootsstrecke befindet sich ein Ausflugslokal. Bis hierher ist die Strecke ohne wesentliche Steigungen und Schwierigkeiten und ist damit auch sehr gut für kurzbeinige (oder laufunwillige) Kinder geeignet. Ich habe sogar eine Familie mit Kinderwagen gesehen, würde das aber nicht wirklich empfehlen – eine Rückentrage ist geeigneter.
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